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18.05.2022

Der Hitze trotzen

Ein kühles Zuhause trotz hoher Sommertemperaturen

Bild: ArGe Medien im ZVEH

Der Sommer steht vor der Tür und auch dieses Jahr hat er wieder hohe Temperaturen im Gepäck. Für Arbeitnehmer im Homeoffice bedeutet das stickige Luft und Hitze im Wohnraum. Dabei lässt sich der sommerliche „Hitzestau“ mit den richtigen Maßnahmen erträglicher machen oder sogar erfolgreich vermeiden.

„Heiße Sommer sind keine Seltenheit mehr in Europa. Deshalb ist eine gut geplante Vorbereitung essenziell. Der Wohnraum kann auf unterschiedliche Weisen kühl gehalten werden. Die Bandbreite reicht von richtigem Lüften über eine sonnenlichtabhängige Rollladenautomation bis hin zu Wärmepumpen, die auch kühlen können“, sagt Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

 

Vorbereitungen auf einen warmen Sommer

Schon kurzfristige Maßnahmen helfen dabei, die Hitze in den Wohnräumen in den Griff zu bekommen. Stoßlüften frühmorgens und am späten Abend tragen dazu bei, kühle Luft in das Homeoffice zu lassen und das Gebäude kühl zu halten. Tagsüber sollten die Fenster hingegen geschlossen bleiben. Zumindest eine schnelle Abhilfe durch Absenkung der Innentemperatur stellt auch das Aufhängen von feuchten Bettlaken vor den Fenstern dar. Um jedoch langfristig die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit zu regulieren, ist ein Klimagerät das Mittel der Wahl. Ist eine Klimaanlage bereits vorhanden, sollte diese vom Fachbetrieb vor dem Sommer kontrolliert werden, damit es zu einer störungsfreien Nutzung kommen kann. Bei einer neu installierten Anlage ist darauf zu achten, dass diese zusätzlich heizen kann, sodass das Klimagerät auch in den kühleren Jahreszeiten weiter genutzt werden kann. Der Elektroinnungsbetrieb kennt sich mit den Implementierungsmöglichkeiten aus und berät individuell und zugeschnitten auf die jeweiligen Wohnbedingungen und -bedürfnisse.

Als Vorbereitung auf den Sommer sind Haus- und Wohnungsbesitzer auch mit einer automatischen Lüftungsanlage gut beraten. Das System versorgt die Innenräume durchgängig mit Frischluft. Damit verhindert es auch die Bildung von Feuchteschäden und Schimmel. Mit einem Filter versetzt, haben auch Pollen und Staub keine Chance in die Wohnräume zu gelangen. So sind Lüftungsanlagen nicht nur im Sommer einsatzbereit, sondern sorgen das ganze Jahr über für eine hohe Luftqualität und Frische im Haus. Regelmäßiges Stoßlüften lässt sich auf diese Weise ersetzen.

 

Rollladenautomation: Die kostengünstige Alternative

Eine professionelle Klimaanlage ist eine sinnige Investition, um die Räume auch im Sommer stets kühl zu halten. Doch es ist nicht die einzige, effektive Lösung. Auch eine Rollladenautomation bewirkt im Arbeitszimmer oder in den Aufenthaltsräumen Wunder. Auch wenn moderne Klimaanlagen bereits deutlich umweltschonender arbeiten als vor einigen Jahren, ist der Einsatz von Rollladenautomation nochmals deutlich energiesparender. Zu selbst festgelegten Uhrzeiten oder abhängig vom Sonnenstand fahren die Rollläden automatisch herunter bzw. hoch. Somit bleiben die Räume kühl und es herrscht in den Innenräumen auch dann Schatten, wenn die Sonne hoch am Himmel steht. Am leichtesten lässt sich die Technologie mit einem elektrischen Gurtwickler mit Zeitsteuerung oder einem Rollladenmotor, gekoppelt an einen Sonnensensor, umsetzen. So richtet sich die Automation, sprich das Öffnen und Schließen der Rollläden, nach einer festgelegten Zeit, Temperatur oder einem bestimmten Sonnenstand.  

 

Wärmepumpen auch im Sommer

Was auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, ist tatsächlich eine wahre Option zur Kühlung im Sommer. Viele Wärmepumpen-Modelle können nicht nur heizen, sondern verfügen auch über eine aktive oder passive Kühlfunktion. Bei letzterem nutzen die Geräte die kühlen Temperaturen im Erdreich oder im Grundwasser, die über die Fußbodenheizung oder Gebläse-Konvektoren in den Wohnraum geleitet werden. Die aktive Kühlung hingegen arbeitet entgegengesetzt. Die Wärmepumpe entzieht den Räumen ihre Wärme und leitet diese ins Erdreich oder ins Grundwasser ab. Andreas Habermehl rät daher: „Bei einer Aufrüstung von Bestandsgebäuden oder bei Neubauten sollte darauf geachtet werden, eine Wärmepumpe einzubauen, die auch kühlen kann. Langfristig ist das Gerät so ein Zugewinn im Winter wie im Sommer.“

 

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