Jubiläumskampagne „E-Check statt E-Schock“ klärt auf, warum Hausbesitzer ihre Elektroanlage regelmäßig prüfen lassen sollten
Als geschütztes Prüfsiegel steht der E-Check seit 1996 für die Sicherheit elektrischer Anlagen, Geräte und Systeme. Er stellt sicher, dass elektrische Anlagen, Geräte und Systeme normgerecht und zuverlässig betrieben werden – in privaten Haushalten ebenso wie im gewerblichen Bereich, in öffentlichen Einrichtungen oder bei zukunftsweisenden Technologien wie der E-Mobilität. In diesem Jahr feiert der E-Check sein 30-jähriges Jubiläum. Durchgeführt werden darf er ausschließlich von qualifizierten Innungsfachbetrieben. Bundesweit sind rund 11.500 qualifizierte E-Check Fachbetriebe dafür zertifiziert.
Sicherheit als wichtigstes Argument
Warum sich die Prüfung lohnt, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Laut der Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) für den Erhebungszeitraum 2015 bis 2024 ist Elektrizität mit 30 Prozent die häufigste Ursache für Brände in und an Gebäuden. Ein Grund dafür: Viele Elektroinstallationen in deutschen Haushalten sind mehrere Jahrzehnte alt und wurden nie an den heutigen Strombedarf angepasst. Elektrogeräte, Ladestationen und vernetzte Haustechnik stellen heute höhere Anforderungen an Leitungen und Sicherungen. Veraltete Anlagen können dadurch schneller an ihre Grenzen kommen.
So schützt der E-Check das Zuhause und die Bewohner
Qualifizierte Elektrofachbetriebe erkennen während eines E-Checks schadhafte Leitungen, überlastete Stromkreise oder defekte Schutzeinrichtungen frühzeitig – bevor daraus ein Kabelbrand oder ein Stromunfall wird.
„Wer mehr als einmal erlebt, dass die Sicherung herausfliegt, Steckdosen warm werden oder sich verfärben oder das Licht kurz flackert, sollte das nicht ignorieren“, sagt Andreas Habermehl, Geschäftsführer Technik und Berufsbildung im Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). „Das sind typische Warnsignale einer überlasteten oder veralteten Elektroinstallation. Ein E-Check klärt dann schnell, ob und wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht.“
Fit für die Zukunft: mehr Möglichkeiten für das eigene Zuhause
Elektromobilität, Wärmepumpen, Homeoffice und vernetzte Haustechnik machen das Zuhause komfortabler und zukunftsfähiger – stellen aber auch neue Anforderungen an die Elektroinstallation. Wer sein Zuhause energetisch saniert oder modernisiert, sollte deshalb auch die Elektroinstallation mitdenken. Der E-Check ist dafür der ideale Einstieg: Er zeigt, wo die Anlage bereits fit für morgen ist und wo Handlungsbedarf besteht. Empfehlenswert ist eine Überprüfung der elektrischen Anlage alle vier Jahre – auch dann, wenn seit der letzten Prüfung keine Veränderungen vorgenommen wurden.
Ein Siegel, das mitgewachsen ist
Der E-Check wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert und an die Anforderungen moderner Elektroinstallationen angepasst. Heute deckt er längst nicht mehr nur die klassische Hausinstallation ab, sondern auch Bereiche wie Photovoltaikanlagen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Kommunikations- und Datennetze sowie elektrische Maschinen und Antriebe.
Kampagne „E-Check statt E-Schock“ macht mit starken Bildern aufmerksam
Zum 30-jährigen Jubiläum hat der ZVEH die Kampagne „E-Check statt E-Schock“ gestartet. Mit Social-Media-Postings und kurzen Videoclips auf Facebook und Instagram bringt sie das Thema elektrische Sicherheit im eigenen Zuhause emotional und einprägsam auf den Punkt – ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Das Ziel: Der E-Check soll für möglichst viele Haushalte ein fester und selbstverständlicher Baustein der eigenen Vorsorge werden.
Qualifizierte Elektrofachbetriebe für den E-Check finden Interessierte unter www.elektrobetrieb-finden.de.