Wärme und Warmwasser

MEHR SPAREN BEIM HEIZEN

Sind wir bei Wärme und Warmwasser im grünen Bereich?

Ein warmes, behagliches Zuhause gehört zur Lebensqualität. Doch die Kosten für die Bereitstellung von Wärme und Warmwasser machen einen Großteil des privaten Energieverbrauchs aus. Hier schlummern große Einsparpotenziale.

Förderung für Speicherheizungen

Speicherheizungen erzeugen und speichern Wärme aus Strom und geben diese dann ohne Verluste an die Wohnräume ab. Betreiber können jetzt von einer Förderung profitieren, wenn sie ihre Anlage aufrüsten. Speicherheizungen, die mit einer modernen Aufladesteuerung ausgestattet sind, erkennen über die Wetterdaten, wie viel Strom – zum Beispiel in der Nacht – gespeichert werden muss, damit tagsüber ausreichend Heizenergie zur Verfügung steht. Nahezu alle Bestandsgeräte können nachgerüstet und so wesentlich effizienter betrieben werden.

Wann lohnt sich der Einsatz erneuerbarer Energiequellen?

Bei Altbauten rechnet sich ein Umstieg je nach Alter und Zustand der vorhandenen Heizanlage, bei Neubauten sorgen schon die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) für den Trend zu erneuerbaren Energiequellen. Bereits in fast jedem dritten Haus wird heute eine Wärmepumpenheizung installiert. Sie zieht die Wärme aus der Umgebung, entweder aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Außenluft. Die Vorteile: Man braucht keine Brennstofflager, keinen Schornstein – und der Wartungsaufwand ist gering.

Effizienz zahlt sich aus

Interessant sind kombinierte Solarthermieanlagen, die sowohl Heizung als auch Warmwasserbereitung unterstützen. Das erspart im unsanierten, nicht gedämmten Haus über 300,00 Euro Heizkosten. Wer noch unabhängiger werden will, kann mit einem Mini- oder Mikro-Kraftwerk gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Die Kraft-Wärme-Kopplung macht's möglich: Bis zu 40 Prozent Energieersparnis sind drin. Und: Es winken attraktive Zuschüsse und zudem eine garantierte Vergütung für den produzierten Strom.

Für den Austausch einer alten Heizung gegen eine effiziente Wärmepumpe gibt es Zuschüsse vom Staat von mindestens 1.300,00 Euro beziehungsweise 2.800,00 Euro.

Speicherheizung: Online registrieren und Förderung kassieren

Eine Studie im Auftrag der Gesellschaft für Energiedienstleistungen (GED) kommt zu dem Ergebnis, dass der Einsatz einer modernen Aufladesteuerung Energieeinsparungen von 15 bis 18 Prozent pro Jahr ermöglichen kann. Bei einem jährlichen durchschnittlichen Verbrauch von rund 8.700 kWh würden sich so Einsparungen zwischen 1.300 und 1.600 kWh (Quelle: ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden Forschung und Anwendung) ergeben. Bei einem Tarif von 20 Cent pro kWh läge die mögliche Einsparung dann zwischen 260,00 Euro und 320,00 Euro pro Jahr.

Die GED aus Berlin unterstützt Wohnungseigentümer und Mieter bei der Aufrüstung mit einem Zuschuss von 200,00 Euro beziehungsweise 300,00 Euro pro Maßnahme und Wohneinheit. Die Förderung ist Teil des Förderprogramms "STEP up! – Stromeffizienzpotentiale nutzen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Wer seine veraltete Speicherheizung effizienter machen und dafür einen Zuschuss erhalten möchte, registriert sich vorab auf der Website des Programms unter www.foerderung-waermespeicher.de. Weitere Informationen bietet die Initiative WÄRME+ auf ihrer Homepage unter: www.waerme-plus.de.

 

Warmes Wasser an Ort und Stelle: Wenn der Sanierungsaufwand bei einem Altbau zu hoch ist, sind Elektrodurchlauferhitzer die vernünftigere Wahl. Sie heizen das Wasser direkt an der Zapfstelle auf – effektiv und effizient.
Bis zu 75 Prozent des Wärmebedarfs können durch den Wechsel zu einer Wärmepumpe abgedeckt werden.
Solarthermie für die Warmwasserbereitung: Schon sechs Quadratmeter Kollektorfläche genügen bei einer durchschnittliche Haushaltsgröße.
Alte Gas- und Ölheizungen umrüsten: Elektronisch geregelte Umwälzpumpen passen sich stufenlos dem aktuellen Bedarf an und verursachen so nur noch 20 Prozent der heizungseigenen Stromkosten.
Bedarfsgerechte Temperaturregelung für jeden Raum mit smarter Technologie.

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